13. Dezember 2009
Pekingoper und Weihnachtvorbereitungen
Vor kurzem hat in Xiamen die Erdbeersaison begonnen. Eigentlich wollte ich gestern welche pflücken gehen, hatte dann aber keine Zeit, da ich 2 Putzfrauen zuhause hatte und Weihnachtsbrötle gebacken hab. Auβerdem hab ich nun doch einen Christbaum, obwohl ich erst keinen kaufen wollte. Den hab ich dann dekoriert und ausserdem, dank Schneestray, Schneeflocken ans Fenster gesprüht. Jetzt bin ich schon eher in Weihnachtsstimmung.
Meine Kollegin ist derzeit auch wieder ruhig, aber das ist sicher nur eine Frage der Zeit bis diese Bombe mal wieder explodiert. Bin ich froh wenn sie endlich in Mutterschutz geht.
27. November 2009
Endlich Wochenende
Auf dem Heimweg heute kamen wir dann an einem Unfall vorbei. Da lagen 2 Leute regungslos und umgeben von Blut auf dem Boden. War ziemlich schrecklich das zu sehen. Ich werd mir heute abend einen relaxten Abend gönnen.
Morgen werde ich Brot backen und vielleicht auch ein paar Cookies. Außerdem werd ich etwas für die FH machen müssen und etwas chinesisch lernen.
schönes Wochenende
15. November 2009
Ich weiß jetzt nicht mal, mit was ich anfangen soll zu berichten. Mein Leben kommt mir gerade sehr stressig vor. Morgens um 8 zur Arbeit. Da habe ich gerade Stress mit einer schwangeren Kollegin, die sich benimmt wie ein kleines Kind. Sie weigert sich seit neustem, mit mir zusammen zu arbeiten, dabei brauche ich die meisten Unterlagen von ihr. Ich bin froh, dass mein Chef auf meiner Seite ist und mich unterstützt. Er hatte schon mehrere Gespräche mit ihr, aber sie schaltet auf absolut stur. Ich hoffe, dass sich da bald eine Lösung findet. Wenn ich dann abends heim komme, bin ich total geschafft und will eigentlich nur faul sein.
Mit meiner Hüfte hab ich auch immer noch Probleme. Ich war hier ja schon in mehreren Krankenhäusern, aber keiner weiß, was es ist. Mal hab ich Schmerzen, mal nicht. Leider ist es gerade erstes. Deswegen war ich vorhin bei der Massage und hab mich 1 ½ Stunden massieren lassen. Das war toll.
Aber nun was positives. Vor kurzem kam ein Paket meiner Eltern an, das war wie vorgezogenes Weihnachten. Weihnachten werd ich hier ja nicht feiern, da fehlt die ganze Stimmung und Familie dazu. In dem Paket waren lauter leckere Sachen drin. Lebkuchen, Tee, Schokolade, aber auch warme Kleider. Die kann ich nun gut gebrauchen, da es wieder kälter wird. Gestern hab ich mich schon mal nach Standheizungen für meine Wohnung umgeschaut, aber noch keine gekauft. Heute saß ich schon in der Wohnung und hab gefroren. Muss ich mir halt nächste Woche eine kaufen und bis dahin warm einpacken.
Nächste Woche haben wir in der Gemeinde Erntedank, oder wie das so schön auf Englisch heißt ‚Thanksgiving’. Da muss jeder was zu essen mitbringen und dann gibt es ein großes Buffet. Lecker!
Wenn ihr mehr von mir wissen und hören wollt, ist es wahrscheinlich besser, wenn ihr mir eine Mail schreibt (mirmir21@web.de). Da antworte ich eigentlich meist sehr schnell drauf. Die check ich immer in meiner Mittagspause (falls ich eine habe).
16. Oktober 2009
Die Tage in Hong Kong waren richtig schoen. Neben Kleidung hab ich unter anderem auch 4 Kilo Vollkornmehl, Ausstechformen und Plaetzchendeko gekauft.
Mit dem Vollkornmehl hab ich mir zuhause gleich ein Brot gebacken. Es ist herrlich nach einem Jahr mal wieder ein richtig tolles deutsches Vollkornbrot zu haben.
Derzeit bin ich auf der Suche nach Material fuer meine Thesis, aber das ist gar nicht so einfach. Ich werde wahrscheinlich ueber die Einfuehrung eines SAP-Programms schreiben, aber es ist schwer hier entsprechende Literatur zu finden. Ich hab in Hong Kong geschaut, aber die hatten so etwas spezifisches nicht da. Wahrscheinlich muss ich mir ein paar Buecher ueber Amazon bestellen. Zum Glueck gibt es Internet. Da hab ich auch schon 2 Buecher ueber das Thema gefunden und mir heruntergeladen.
Hier in Xiamen wird es auch so langsam wieder kuehler. Es hat nachts nur noch 20 bis 25 Grad und ich muss die Klimaanlage nicht mehr die ganze Nacht laufen lassen. Dafuer laeuft meine Nase.
Ich hab mir nach Hong Kong eine Erkaeltung eingefangen. Naja, eigentlich war die schon vorher da, aber nicht so schlimm. Gerade bin ich alle 5 Minuten am Nase putzen.
Bis es hier aber so richtig kalt wird dauert sicher noch einen Monat.
Gerade habe ich Besuch. Meine chinesische Freundin, die nach Beijing gezogen ist, wird fuer einige Zeit hier in Xiamen sein und ist fuer diese Zeit bei mir eingezogen. Sehr viel gesehen hab ich sie bis jetzt allerdings nicht, da ich den ganzen Tag arbeite.
Seit einiger Zeit habe ich Probleme mit meiner Huefte. Aus unbekannten Gruenden habe ich Schmerzen in meiner rechten Huefte. Ich war schon mehrmals deswegen bei verschiedenen Aerzten, aber keiner hat was gefunden. Sie haben Bluttests, MR und Roentgenbilder gemacht, aber alles scheint normal und trotzdem hab ich Schmerzen. Manchmal mehr, manchmal weniger. Wenn man hier zu einem Arzt will muss man immer in ein Krankenhaus. Private Arztpraxen gibt es hier nicht. Das letzte Krankenhaus in dem ich war hat westlichen Standard und die Aerzte sprechen Englisch. Ich habe gehofft, dass die was finden, aber ich wurde enttaeuscht. Der Arzt konnte mir nur empfehlen nicht so viel Sport zu machen und statt laufen lieber schwimmen oder Rad fahren zu gehen. Derzeit ist es zum Glueck fast schmerzfrei, aber ich fuerchte es ist nur eine Frage der Zeit bis es wiederkommt.
Derzeit erlebe ich auch einige Frustrationen hier. Es ist einfach nervig, dass hier nichts genau gemacht wird, sei es auf der Arbeit oder Reparaturen zuhause oder sonstige Serviceleistungen. Die Chinesen kennen einfach keine Genauigkeit bei der Arbeit. Wenn etwas mehr oder weniger passt ist das fuer Chinesen voellig aktzeptabel. Manchmal habe ich auch das Gefuehl, dass man hier auch kein logisches Denken voraussetzen kann. Es ist manchmal zum verrueckt werden. Ich muss mir immer wieder klar machen, dass ich in China nicht den selben Standard wie in Deutschland erwarten kann. Ich bete, das ich lerne, damit irgendwie umzugehen, ansonsten wird das ein Dauerfrustfaktor. China ist definitive eine Charakterschule, soviel ist klar.
1. Oktober 2009
Wie die Zeit vergeht
Seit ich arbeite bin ich nicht mehr so motiviert abends nochmal vor meinen Computer zu sitzen, da ich schon den ganzen Tag davor sitz. Am Anfang hatte ich ab und zu während der Arbeit nichts zu tun und konnte da mal was schreiben, aber seit wir einige Umstellungen in der Unternehmensstruktur hatten, gibt es sehr viel zu tun und es kam schon mehrmals vor, dass ich nicht mal eine Mittagspause hatte. Vorgestern war es besonders stressig, da wir nun 8 Tage frei haben, dank 60 Jahre China und dann auch noch das Mitt-Herbst Fest. Also mussten wir sämtliche Aufgaben, die eigentlich in den kommenden Tagen zu erledigen wären, alle vorher erledigen. Natürlich hatte ich Mittags immer noch nicht die Sachen auf dem Tisch liegen, die ich von meinen Kollegen erfragt hatte, aber irgendwie hab ich es dann doch noch hinbekommen den Finanzreport, den ich monatlich mache, fertigzubekommen. Um 4 ging es dann in ein Restaurant mit der ganzen Firma, um Abend zu essen und Glücksspiele zu spielen. Das lieben die Chinesen und ich muss sagen, ich hab mich etwas von ihrem Enthusiasmus anstecken lassen. Bei dem Glücksspiel geht es um ein Würfelspiel und es ist Tradition das während des Mitt-Herbst-Festivals zu spielen. Zu gewinnen gab es ein paar nützliche Sachen wie Zahnpaste oder Spülmittel, aber auch bis zu 500 Yuan. Die hab ich aber nicht bekommen.
Irgendwas muss ich auch gegessen haben, das mein Magen nicht so toll fand, da ich dann gestern etwas Probleme hatte. Gestern konnte man auch überall im Fernsehen die Parade in Beijing verfolgen, die aufgrund des Jubiläums veranstaltet wurde.
Ich werd nun erst mal die freien Tage geniessen. Davon werd ich einige in Hong Kong verbringen und dann auch unter anderem Anfangen mich auf meine Thesis vorzubereiten. Ich hab schon so ungefähr einThema und heute Mittag mache ich mich auf die Suche nach ein paar Büchern um mich schon mal einzulesen. Es steht ja schon fest, dass ich das auch mit Kuvag schreibe. Das ist für mich eine große Erleichterung. So muss ich nicht wieder anfangen unzählige Bewerbungen zu schreiben und hoffen, dass mich irgendjemand will. Auf diese Weise erspare ich mir auch die Einarbeitungszeit, die ich in einer neuen Firma bräuchte.
12. September 2009
meine neue Arbeit
Was mich allerdings jetzt schon nervt, ist die chinesische Arbeitsweise. Sowas wie Struktur scheint es nicht zu geben. Zeitpläne sind eigentlich auch nur da um nicht eingehalten zu werden. Ich denk manchmal, dass ich nur hier sitze und warte, bis meine Kolleginnen endlich fertig sind mir die notwendigen Daten zu schicken. Und wenn ich die dann hab muss ich oft feststellen, dass sie nicht richtig sind. Inzwischen hab ich schon angefangen, manche Sachen einfach selbst zu machen und nur nach den nötigen Infos dafür suche. Ich will definitiv nicht mein eigenes Arbeitstempo verringern nur um ständig was zu tun zu haben.
Gerade habe ich, dank der Klimaanlage, die mir die ganze Zeit in den Rücken bläst, eine Erkältung. Gestern abend bin ich mit einigen meiner Kolleginnen ausgegangen. So langsam werd ich im Team akzptiert, obwohl ich Ausländerin bin.
In Xiamen wird es auch wieder etwas kühler. Das heisst, nachts hat es nur noch 25-29 Grad statt über 30. Heute mittag war ich am Strand und hab etwas Sonne getankt und gelernt. Anschliessend hiess es dann, wie jedes Wochenende, Wohnung putzen. Nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, aber muss halt auch gemacht werden.
21. August 2009
Nun gibt es sehr viel zu berichten und ich werd versuchen mich kurz zu fassen.
Nachdem ich erfolgreich meinen Sprachkurs hier abgeschlossen hab, hatte ich erst mal einen Monat Zeit bis ich mit arbeiten begonnen habe. Allerdings war ich während dieser Zeit auch ziemlich beschäftigt, da es einiges zu erledigen gab.
Anfang Juli bin ich erst mal umgezogen, aber dank der Hilfe einiger Freunde ging das recht schnell. Danach bin ich für ein Wochenende nach Hong Kong geflogen um dort meine Schwester und meinen Schwager zu treffen. Anschliessend kamen die beiden dann für eine Woche hier nach Xiamen. Es war schön, mal wieder jemand von der Familie zu sehen. Inzwischen bin ich ja nun fast ein Jahr hier in Xiamen. Eine Woche lang habe ich ihnen Xiamen und Umgebung gezeigt. Wir hatten eine schöne Zeit, auch wenn es teilweise sehr sehr heiß war. Unter anderem haben wir die Rundhäuser von Tulou angeschaut, die ca. 4 Autostunden von Xiamen entfernt sind. Da hab ich dann auch das erste mal die Reisfelder Chinas gesehen.
Nach der Abreise von Alex und Gregor musste ich mich dann auf meine neue Arbeit vorbereiten. Erst hieß es, dass ich in der Firma helfen soll, SAP einzuführen und dass ich mich darauf vorbereiten soll. Also hab ich viel über SAP gelesen. Es hieß auch, dass ich für Marketing und Einkauf zuständig bin, aber wie es sich dann zu beginn meiner Arbeit herausgestellt hat, soll ich nun die Finanzen übernehmen. SAP wird dann erst in einem halben Jahr eingeführt.
Meine neue Arbeit gefällt mir sehr gut, obwohl es schon eine umstellung war, wieder zu arbeiten. Ich gehe morgens um 8 aus dem Haus und komm abends dann um 7 heim, da ich eine Stunde Fahrtzeit zur Arbeit habe. Ich werde zum Glück vom Firmenbus abgeholt. Meistens nutze ich die Zeit im Bus noch etwas Vokabeln zu lernen, oder einfach mit meinen Kollegen zu reden.
Ich teile mir ein Büro mit 7 anderen Leuten. 6 davon sind Frauen, alles Chinesen. Da geht es manchmal ganz schön laut zu, aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Auch habe ich die ersten Erfahrungen mit der chinesischen Arbeitsweise gemacht. Es wird viel dahingepfuscht und nicht genau gemacht. Manchmal hab ich auch den Eindruck, dass sie etwas langsam arbeiten. Aber im großen und ganzen verstehe ich mich ganz gut mit ihnen, obwohl sie die typischen Vorurteile gegen Europäer haben. Sie waren ziemlich überrascht, dass ich mittags mein eigenes Essen dabeihatte. Sie dachten, dass alle Europäer nicht kochen sondern eine Haushaltshilfe haben. Ebenso wird angenommen, dass alle die nach China kommen, reich sind, was ja bei mir mal gar nicht zutrifft.
Mein Chef ist auch sehr in Ordnung und sehr fair. Er hat mir schon angeboten, dass ich auch meinen Thesis in der Firma schreiben kann.
Nächste Woche werde ich dann meine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Das ist hier auch so ein gerenne von Amt zu Amt. Zuerst brauchte ich eine Arbeitserlaubnis. Um die zu bekommen hieß es aber, dass ich schon Arbeitserfahrung in China brauche und auch schon einen Universitätsabschluss brauche, was ich ja beides nicht hab. Aber dank ein paar Freunden hatte ich dann doch bald meinen Abschluss in der Hand und konnte den vorzeigen. Danach musste ich aus dem Land ausreisen um mein neues Visum beantragen zu können. Also hieß es, wieder nach Hong Kong. Dort ging alles ohne Probleme. In Xiamen musste ich dann erst zur Polizei um mich anzumelden. Ebenso musste ich nochmal meine Arbeitserlaubnis ändern lassen, da die Personalleiterin meiner Firma die falsche Adresse angegeben hatte. Anschliessend wollte ich dann mein Visum beantragen, aber die haben dann gemeint, ich brauch einen neuen Gesundheitscheck und haben gefragt, warum ich denn mein Arbeitsvisum nur für ein halbes Jahr habe. So können sie mir nur ein Visum für ein halbes Jahr ausstellen. Nun habe ich den Gesundheitscheck gemacht und werde nächste Woche meine Arbeitserlaubnis nochmal ändern müssen. Die werden sich auch freuen. Ich hoffe das ich dann nächste Woche auch mein Visum endlich beantragen kann.
31. Juli 2009
Huhu mein Blog geht wieder
10. Mai 2009
Eine Woche im Bett
Gerade genieße ich die Vorzüge von Google China. Da hier so ziemlich alles kopiert wird, sei es Filme oder Musik, um dann verkauft oder ins Internet gestellt zu werden hat Google beschlossen, dass es nun legal ist MP3s runterzuladen. Von den Schürzenjägern, über Simon and Garfunkel oder Metallica, ist so ziemlich alles verfügbar. Für Musikvorschläge bin ich offen.
29. April 2009
Ich werd also mal versuchen die Ereignisse des letzten Monats zusammenzufassen.
Ende März war ich eingeladen mit einem Freund mit nach Shanghai zu kommen. (Vielleicht habt ihr ja die Bilder schon gesehen). Shanghai hat scheinbar mehr als 3000 Hochhäuser die mehr als 30 Stockwerke hoch sind. Wenn man die Stadt von oben sieht, fällt es einem leicht das zu glauben. Wir sind auf den höchsten "Skywalk" der Welt um von dort einen Blick auf die Stadt zu werfen. Das Wetter war leider nicht allzu schön, aber ich hab trotzdem einen Eindruck von dieser Monsterstadt bekommen. Ich hatte auch endlich mal wieder die Gelegenheit in einen H&M zu gehen um normale Kleidung einzukaufen. Ich glaub ich war da mindestens 3-4 Stunden und hab alles anprobiert was mir gefallen hat. "Kaufrausch" sag ich da nur. Aber es war toll. Endlich hab ich mal wieder in Größe "S" gepasst und nicht wie hier in Xiamen, Größe "L" oder "XL". Selbst der Schneider, zu dem ich immer gegangen bin, hat gemeint ich habe einen großen Hintern. Na Danke.
Natürlich hab ich mir in Shanghai die typischen Touristenattraktionen angesehen, wie z.B. "the bund" oder den alten Stadtteil von Shanghai. Dort hab ich versucht ein Gemälde zu kaufen. Das Bild war recht simpel, mit einem schwarzen und einem roten Goldfisch die in die entgegengesetzte Richtung schwimmen. Nachdem ich mit der Verkäuferin fast eine halbe Stunde verhandelt hab um mich mit ihr auf einen Preis zu einigen hat sie mir ein neues Bild geholt, da das ausgestellte dreckig war. Aber, Überraschung, die Fische sind in die gleiche Richtung geschwommen. Also nächstes Bild. Da waren dann aber plötzlich 3 Fische drauf und das sah nicht gut aus. Nachdem ihre Helferin dann ca. 10 Minuten nach einem weiteren Bild gesucht hat, wurde mir ein Bild präsentiert bei dem der Maler seine Signatur einfach Mitten ins Bild reingemacht hat, was das Bild total ruiniert hat. Ich bin dann ohne Bild heim.
Ostern habe ich nicht wirklich gefeiert. Ehrlich gesagt hätte ich gar nicht gewusst, dass Ostern ist, hätten sie das nicht in der Gemeinde angekündigt. Sonntag morgens gab es dann einen Gottesdienst am Strand mit anschließendem Frühstück. Jeder hat etwas zu diesem Frühstück mitgebracht und so kam ich in den Genuss von richtig gutem, nicht chinesischem Kuchen und Muffins. In China bestehen die meisten Kuchen nur aus Sahne und Zucker, wovon einem eher schlecht wird als das man es genießen könnte. Ich hatte ja schon die Befürchtung, dass mir irgendjemand so einen scheußlichen Kuchen zum Geburtstag schenkt, aber das ist zum Glück nicht passiert.
Kurz vor meinen Zwischenprüfungen, die am 20. April begonnen haben, hatte ich üble Magenschmerzen und konnte von Fr.auf Sa. nicht schlafen. Ich hab mich dann am nächsten Morgen von einem chinesischen Freund ins Krankenhaus fahren lassen. Hier geht man immer sofort ins Krankenhaus da es sonst keine Arztpraxen gibt, oder diese nicht sehr gut sind. Zum Glück hatte ich einen Chinesen dabei der mich übersetzt hat. Wir wurden von einer Station zur nächsten geschickt, mussten Wartenummern ziehen, Blut abnehmen gehen, warten... insgesamt waren wir 2 1/2 Stunden dort. Gefunden haben sie bei mir aber nichts. Also haben sie mir nur Tabletten verschrieben (westliche Medizin) und die Ärztin, die mich untersucht hat, hat gemeint, ich soll keinen Kaffee oder starken Tee mehr trinken und auch keine Schokolade mehr essen, wenn ich ständig Magenprobleme hab. Die ersten paar Tage ohne Kaffee waren schlimm, aber inzwischen geht es und ich merke, dass es gut für mich ist. Bis jetzt habe ich mir nur an meinem Geburtstag einen Kaffee gegönnt.
Meine Zwischenprüfungen liefen ganz gut, glaube ich. Bis jetzt hab ich nur von einem Fach ein Ergebnis.
Meinen Geburtstag habe ich nicht groß gefeiert. Ursprünglich wollte ich mit 3 Freundinnen in einen Club, aber 2 von ihnen haben mir abgesagt, da sie krank geworden sind. Also bin ich nur mit Carolin gegangen. Es war aber ein sehr lustiger Abend und ich habe einen alten Bekannten getroffen. Gemeinsam haben wir die Nacht durchgefeiert und Caroline und ich sind um 5 Uhr morgens mit dem Taxi heim.
Morgen habe ich keinen Unterricht, da der "Tag der Arbeit" ist. Man sollte denken, dass dann erst recht gearbeitet wird, aber das ist hier ein wichtiger Feiertag. Mir solls recht sein, da ich gerade sowieso krank zuhause sitz (blöde Erkältung) und so Zeit hab mich zu erholen.
Ich werd versuchen in Zukunft wieder regelmäßiger zu schreiben, versprochen.
24. März 2009
Was fuer ein Wochenende
Letzte Woche habe ich erfahren, dass es in Xiamen eine Eisbahn gibt. Wer haette das gedacht, hier im warmen Xiamen. Ich hab mich am Samstag mit ein paar Freunden getroffen um dort Schlittschuhlaufen zu gehen. Wir sind vor dem Mittagessen los um dort in der Naehe was zu essen, da die Eisbahn erst um 2.30 aufgemacht hat. Es ist zwar nur eine kleine Bahn, ungefaehr halb so gross wie eine normale Eishalle, aber es reicht total aus um in Uebung zu bleiben. Es hat so richtig Spass gemacht.
Am Sonntag bin ich zum ersten Mal, seit ich in China bin, in eine Gemeinde gegangen. Ich hab von einer Klassenkameradin erfahren, dass es hier eine legale Gemeinde gibt. Die "normale" Kirche in China wird sehr streng kontrolliert und es darf zum Beispiel nicht ueber den Heiligen Geist gesprochen werden. Wenn zu viele Auslaender in eine chinesische Kirche gehen, kann diese auch in Schwierigkeiten geraten, da sie genauer kontolliert wird. Die "Xiamen International Christian Fellowship" ist offiziell von der Regierung erlaubt unter der Bedingung, dass nur Auslaender den Gottesdienst besuchen duerfen. Man muss also den Pass mitbringen um reinzukommen.
Nach dem Gottesdienst habe ich mich mit einem Freund zum brunchen getroffen. Spaeter haben wir uns dann ein Fahrrad gemietet um die Kalorien wieder los zu werden. Wir sind an einem riesigen Hotelgelaende vorbei gekommen und haben gefragt, ob wir uns kurz umschauen duerfen. Der Waechter war so nett und hat uns erlaubt das Gelaende zu betreten. Es kam mir eher vor wie ein Park als ein Hotelgelaende. Irgendwann kamen wir an einem kleinen Botanischen Garten vorbei und wir haben kurzerhand beschlossen, dort eine Pause zu machen. Es gibt dort einen kleinen See der von einem Holzsteg umrundet wird. Im Hintergrund hat man die felsigen Huegel von Xiamen. Das ist wahrscheinlich der ruhigste Ort in ganz Xiamen. Wir sassen einfach da und haben die Aussicht genossen. (Leider hatte ich keinen Foto dabei, vielleicht naechstes Mal)
Abends hab ich mir noch eine Massage gegoennt. Die Massage wird von Blinden gegeben und es tut jedes Mal so richtig gut.
Heute habe ich meinen Computer zum Computerdoktor gebracht. Vor ein paar Tagen konnte ich ihn nicht mal mehr anschalten, keine Ahnung warum. Der Typ hat gemeint, es sei irgendwas mit dem "Gehirn" des Computers nicht in Ordnung. Ist wie bei Menschen. Manchmal kommt halt etwas durcheinander wenn man aelter wird. Mal schauen, ob mein Computer bald wieder funktioniert nachdem er in "Therapie" war.
15. März 2009
neue Photos online
Am Wochenende habe ich Caroline, einer chinesischen Freundin die gerade Deutsch lernt, beigebracht, wie man Spaetzle macht. Dazu gab es Schnitzel und eine Pilzsosse, mmmmmh.
Am Sonntag bin ich dann mit ihr und Holger, ihrem Mitbewohner, in ein kleines Dorf auf einem Huegel in Xiamen gewandert. Wir haben ca. 1 1/2 Stunden gebraucht bis wir oben waren, aber es hat sich gelohnt. Leider hatte ich vergessen Sonnencreme aufzutragen und so kam ich gestern Abend mit einem Sonnenbrand auf Stirn und Nase nach Hause. Die Sonne war doch schon extremer als ich dachte und durch den staendigen Wind hat man das gar nicht gemerkt. Oben in dem Dorf haben wir dann in einem kleinen Restaurant mit Blick auf den See Mittag gegessen. Es gab Suppe mit einer halben Ente und Gemuese, welches so richtig lecker und frisch war. Um wieder zurueck in die Stadt zu kommen haben wir einen anderen Weg genommen und sind dann beim Bahnhof gelandet. Von dort gab es dann einen Bus nach Hause. Der war allerdings viel zu voll und der Bus hat staendig gehalten. Man hat so richtig gemerkt, wie die Laune von uns dreien immer schlechter wurde. Ich war echt froh aus diesem Bus rauszukommen, was ganz schoen lange gedauert hat. Waehrend der Fahrt hatten wir mindestens 3 beinahe Unfaelle da der Verkehr ziemlich schlimm war. Letztenendes bin ich aber doch gut zuhause wieder angekommen. Abends war ich total muede und hab es nur noch einen Film geschaut bevor ich todmuede ins Bett gefallen bin.
10. März 2009
Regen
Seit 3 Wochen habe ich nun schon wieder Vorlesungen und ich versteh richtig viel im Unterricht, was vorher nicht so war. Mein Chinesisch wird wirklich von Tag zu Tag besser, aber ich uebe auch sehr viel. Allerdings sind andere Leute nicht so sehr motiviert und von den 30 Schuelern in meiner Klasse waren heut morgen zum Unterrichtbeginn nur 8 Leute da. Aber das kenne ich schon vom letzten Semester. Je weiter das Semester fortschreitet desto weniger Leute kommen zum Unterricht.
Derzeit bin ich alleine in unserem Apartment. Meine chinesische Mitbewohnerin ist derzeit bei ihren Eltern zuhause, da ihre Mutter eine Augen-OP hatte und Claudia ist nach Beijing gefahren und kommt erst in einer Woche zurueck. Aber ich treffe mich fast jeden Tag mit Freunden, da kommt also Einsamkeit auf.
Jetzt hoffe ich nur, dass die Regensaison bald vorbei ist und der Sommer bald kommt. Die ersten frischen Mangos gibt es schon, mmmhhh.
27. Februar 2009
Das Warten hat ein Ende.
Irgendwie war ich in letzter Zeit zu beschaeftigt, um meinen Blog zu aktualisieren. Dazu kam auch noch die Tatsache, dass mein Computer so ziemlich jedes Mal abgestuerzt ist wenn ich online gehen wollte. Ich bin froh, dass er zumindest noch zum Teil funkioniert. Der urspruengliche Plan war, das gesamte System neu draufzuladen, aber da hat mir der Disk-drive in meinem Computer ein Strich durch die Rechnung gemacht und einfach den Geist aufgegeben. Ein Computer"futzi" hat sich das ganze mal angeschaut und gemeint, dass mein Computer zu alt sei und zu ueberladen. Dabei ist mein Laptop gerade erst mal 2 1/2 Jahre alt und ich habe saemtliche Dateien auf meine externe Festplatte gezogen. Jetzt wurde er auch noch von saemtlichem Mist bereinigt und auf einfache Graphik eingestellt. Wenn er laeuft, dann ist er jetzt etwas schneller. Das Problem ist nur, dass er meistens einfach nach ein paar Minuten haengen bleibt. Es ist zum davonlaufen. Jetzt habe ich gerade einen Laptop geliehen bekommen, ein Mac, und ich muss mich damit erst noch einarbeiten.
Zur Zeit habe ich das Gefuehl, dass alles, was ich anfasse, kaputt geht. Angefangen hat es mit der Klimaanlage, die sich von selbst im Sekundentakt ein- und ausschaltet, aber natuerlich toll funktioniert wenn mein Vermieter kommt um sich das Ganze anzuschauen. Als naechstes kam ein Leck in der Duschwanne, das inzwischen schon zum zweiten Mal "repariert" wurde. Ich nenne es eher "hingepfuscht". Dann hat die ganze Sache mit meinem Computer begonnen. Inzwischen sind mir hier auch schon zwei Hosen kaputt gegangen und das hat nichts etwa den Grund dass ich zugenommen haette. Kurz vor dem chinesischen Neujahr musste ich mir dann den Weisheitszahn ziehen lassen. Vor zwei oder drei Tagen stand dann das ganze Bad unter Wasser. Ich hatte die Waschmaschine an und als diese das Wasser abgepumpt hat kam das zum Abfluss im Bad wieder heraus. Ich stand nur da und konnte zuschauen, wie das Wasser immer hoeher stieg und dazu noch der ganze Dreck aus dem Abfluss in meinem Bad herumgeschwommen ist. Mein Vermieter ist nach zwei Stunden aufgetaucht mit einem Mann im Schlepptau, der das ganze reparieren sollte, aber er konnte nichts finden. Um sich die ganze Sache richtig anzuschauen hat der Mann die Waschmaschine zur Seite gestellt. Als ich das naechste Mal Waesche gewaschen habe, hat dann ploetzlich der Schleudergang nicht mehr richtig funktioniert und die Waesche kam nass heraus. Auch nach mehrmaligem rumprobieren hat sich nichts geaendert. Also habe ich wieder meinen Vermieter angerufen und gesagt was los ist. Der kam dann auch kurz darauf um sich das ganze selbst anzusehen. Um zu schauen, an was es liegt hat auch er die Waschmaschine bewegt, die dann anschliessend komischerweise wieder wunderbar funktioniert hat. Seit ein paar Tagen hat ausserdem mein Handy angefangen sich von selbst staendig auszuschalten und ich sehe mich schon im naechsten Handyshop stehen um ein neues kaufen zu muessen. Wer also meint ich haette nichts zu tun, irrt sich. Es ist ganz schoen nervig und anstrengend sich um all diese Dinge kuemmern zu muessen. Ich bin ja echt gespannt was als naechstes kaputt geht!
Neben all dem hat nun auch wieder die Uni angefangen und ich bin schon wieder mittendrin im Vokabeln lernen. Es ist viel arbeit, aber es macht mir Spass und es motiviert mich zu sehen, was ich fuer Fortschritte mache. Ich treffe mich oft mit meinen chinesischen Freunden oder meiner Sprachpartnerin, um zu ueben. Claudia und ich haben ausserdem eine neue Mitbewohnerin, eine Chinesin. Wir haben schon ein paar mal festgestellt, dass sie etwas andere Ansichten zum Thema Sauberkeit in der Kueche hat, aber sie ist sehr offen wenn wir ihr zeigen, wie wir die Dinge so handhaben.
29. Januar 2009
Neujahr
Wir haben das chinesische Neujahr mehr oder weniger gut verbracht. Ein Tag vor dem Neujahrsfest hat mein Weisheitszahn angefangen Probleme zu machen und ich hab Neujahr mit einer dicken Backe und Schmerzen verbracht. Vom 24 auf den 25 hab ich vor lauter Schmerzen nicht schlafen können und bin morgens in die Zahnklinik. Dort haben sie mir gesagt, dass es am besten wäre, meinen Weisheitszahn so schnell wie möglich herauszunehmen, sobald die Entzündung weg ist. Ich hab es mir aber trotzdem nicht nehmen lassen mit aufs Land zu fahren um dort mit Qiu Ping und ihrer Familie zu feiern. Im Grunde feiern die Chinesen Neujahr wie wir es auch tun. Zuerst gab es gemeinsames Abendessen. Es gab Hot Pot, was Fondue sehr ähnelt, und sehr viel Meeresfrüchte und Fisch. So viel Außergewöhnliches gab es nicht, außer, dass ich nun Krabbe gegessen hab. Ist ganz schön viel arbeit das Fleisch herauszubekommen. Mit meiner dicken Backe war essen sowieso schwierig. Mal wieder mussten Claudi und ich erfahren, dass es hier im Süden nicht als notwendig gesehen wird eine Heizung zu haben. Wir haben die ganze Zeit in unseren Jacken dagesessen und hatten kalte Füße. Um kurz vor 0 Uhr sind wir auf die Dachterrasse des Hauses und haben dort eine Kiste mit Raketen angezündet. Im Grunde dieselben wie bei uns nur kompakt in einer Kiste untergebracht und viel lauter. Bei den Chinesen muss alles sehr laut sein um die Geister aus dem Haus zu vertreiben. Es war ein schönes Bild mit all dem Feuerwerk über den Dächern. Am nächsten Morgen haben die ersten allerdings gleich weiter gemacht und um ca. 6 Uhr morgens die ersten Kracher angezündet. Viel Schlaf gab es also nicht. Da es mir nicht gut ging hat uns Qiu Pings Mann ziemlich früh heimgefahren und ich hab erst mal noch ein paar Stunden geschlafen. Abends hab ich mit Zhiwei, einem anderen Freund von mir, ein Feuerwerk in Xiamen angeschaut. Es war als Wettkampf zwischen Xiamen und einer kleinen Taiwanesischen Insel in der Nähe von Xiamen angesetzt. Beide Inseln haben gleichzeitig das Feuerwerk abgeschossen. Das ganze hat fast eine ¾ Stunde gedauert und hier hab ich dann auch ein paar besondere Formen zu sehen bekommen. Vorgestern war ich mit ihm dann im Botanischen Garten. Der ist zum Glück sehr groß und die Menschenmassen, die derzeit unterwegs sind um ihre letzten freien Tage zu genießen, verteilen sich hier etwas. Zu Jahresbeginn gehen viele Leute in den Tempel, der bei uns um die Ecke ist. Die letzten paar Tage war ein ziemliches Chaos auf der Straße vor unserem Apartment. Es ist erstaunlich wie kreuz und quer die Autos fahren und man meint oft, jetzt geht gar nichts mehr vorwärts, aber irgendwie scheint es trotzdem zu funktionieren.
Wie es aussieht wird Claudi auch ein weiteres Semester hier bleiben und wir werden uns wohl nächste Woche auf die Suche nach einer neuen Wohnung machen, da es uns hier zu teuer wird. In 2 bis 3 Wochen wird dann das nächste Semester beginnen.
21. Januar 2009
Wuyishan
besser Chinesisch lernen zu können. Außerdem habe ich bis jetzt immer noch kein Praktikum gefunden und ich brauchte für mich nun endlich eine Entscheidung.
Ich wollte einfach nicht länger warten und ich denke, es ist von Vorteil, meine Sprachkenntnisse weiter verbessern. Ich bin gerade super motiviert
Chinesisch besser sprechen zu können, ich hab mir sogar einen Tutor gesucht und habe gerade jeden Tag Privatunterricht. Allerdings hat der Tutor nicht so
ganz begriffen, dass er nicht dafür bezahlt wird mich anzuflirten. Aber sonst ist er echt gut.
Ich war letzte Woche mit Claudi zusammen in Wuyishan. Das ist ein Gebiet, dass von der UNESCO unter Naturschutz gestellt wurde. Dort kommt der berühmteste Tee
Chinas her. Wir haben dort auch ganz viel Tee probiert, uns den teueren natürlich zuerst auftischen lassen und dann den billigen gekauft, der außerdem viel besser geschmeckt hat. Allerdings war es da eisig kalt. Wir waren dort 1 1/2 Tage unterwegs. Zuerst sind wir auf nen Berg gestiegen, und später dann haben wir mit einem Bambusfloss eine Flußfahrt gemacht. Und natürlich haben wir ganz viele Teeterrassen und Täler gesehen. Wir sind dort mit dem Nachtzug hin und zurück. Hin hatten wir Softsleeper, das war ganz angenehm und wir haben uns das Abteil mit einem kleinen Jungen und seiner Oma geteilt. Der Junge war echt lustig und sehr von uns fasziniert. Aber ich glaub Claudi und ich haben uns kindischer benommen als er. Wir haben so viel gelacht. Für die Heimfahrt hatten wir uns einen Zug nachts um 3.44Uhr ausgesucht und Hardsleeper genommen. Allerdings wollten wir uns eine weitere Nacht im Hotel sparen und auf dem Bahnhof warten und mussten im endeffekt fast 10 Stunden dort warten. Eigentlich wollten wir uns in der Stadt irgendwo ein Kaffee oder ähnliches suchen um dort im warmen zu warten, aber in dieser Stadt gab es keinen warmen ort und so sind wir schon sehr früh am Bahnhof gewesen. Dort haben wir uns in den Warteraum für Softsleeper gesetzt, das wir dachten, uns frägt sowieso keiner nach dem Ticket, da alle annehmen wir haben Softsleeper. In dem Raum hatte es wenigstens Sofas und nicht die harten Sitze. Allerdings waren überall die Türen und Fenster auf, so dass es auch da eisig war. Irgendwann kam ein Mann in Uniform und wollte unsere Tickets sehen, was uns dann doch etwas eingeschüchtert hat. Er hat aber nur gemeint, ob wir wissen, dass unser Zug erst morgens ganz früh geht und hat dann gesagt er gibt bescheid wenn es soweit ist. Hat er zwar nie gemacht, aber es hat uns auch niemand aus dem Raum rausgeworfen nachdem er um 22 Uhr offiziell zu hatte. Ich hab so gefroren. Ich hatte 2 Shirts, 2 Pullis, eine dicke Winterjacke, eine Strumpfhose, 2 Paar Socken und eine Jeans an und hab trotzdem noch gefroren. Dazu hatte ich zum Glück noch meine Bettflasche dabei. Im Hardsleeper-Abteil hat es erst mal furchtbar nach Käsefüßen gerochen, aber es war warm. Wir hatten ein Bett in der Mitte und mit sitzen war da mal gar nichts, aber im Flur gab es kleine Sitze. Es war echt eine interessante Erfahrung. Das Bett war schon mal benutzt gewesen, es gab keine Mülleimer, statt dessen hat jeder seinen Müll irgendwo hingeworfen oder liegen lassen, das Klo werde ich lieber gar nicht beschreiben, aber Leuten mit Brille hätte ich geraten sie vorher abzunehmen um nichts sehen zu müssen. Insgesamt haben wir 13 Stunden in diesem Zug verbracht. Die meiste Zeit haben wir einfach nur geschlafen oder vor uns hingedöst, da wir sowieso nichts anderes machen konnten.
Jetzt haben in China überall die Vorbereitungen für das Neujahrsfest begonnen. Es herrscht eine Atmoshpäre wie bei uns in der Weihnachteszeit. Alle sind unterwegs, kaufen Geschenke, Essen,... Der wichtigste Tag wird der 25. und 26. Januar sein. Zu dieser Zeit werden wir aber nicht in Xiamen sein, sondern irgendwo in Fujian auf dem Land. Wir wurden von meiner Freundin eingeladen mit ihrer Familie zu feiern. Da bin ich echt schon aufgeregt wie das wohl so wird und was es da so zu essen gibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass meine Liste mit Dingen, die ich vorher noch nie gegessen hab sich erweitern wird.
9. Januar 2009
Fertig / Done
Juhu, endlich sind alle Prüfungen geschrieben und ich hab so viel Freizeit wie ich möchte. Mein 5tes Semester ist somit offiziell zu Ende, allerdings habe ich immer noch keine Ahnung wie es weitergeht. Ich habe bis jetzt kein Praktikumsplatz und kann somit auch nicht planen wie es nun weitergeht. Wenn möglich, will ich mein Praktikum in China machen, da es mir hier sehr gut gefällt und ich mich sehr wohl fühle. Ich hab auch schon überlegt, dass ich einfach noch ein Semester hier Chinesisch studiere wenn ich nichts finden sollte. So hab ich die Zeit wenigstens sinnvoll genutzt. Vorerst bleibe ich hier in Xiamen bis ich genaueres weiß. Ich kann es mir nicht leisten nach Deutschland zu fliegen nur um dann wieder einen Flug zurück nach China zahlen zu müssen. Außerdem gefallen mir die Temperaturen hier besser als in Deutschland. Zum chinesischen Neujahr bin ich von meiner Freundin Qiu Ping zu ihrer Familie aufs Land eingeladen worden. Da freu ich mich schon sehr darauf. Jetzt werde ich erst mal meine Freizeit genießen.
Juhu, finally all exams are written and I have as much free time as I want. My 5th semester is officially over but I still don’t have a clue what comes next. So far I haven’t found an internship and therefore can’t make any plan for the future. If possible I would like to stay in
