Der letzte Tag unserer Reise führte uns zur Terrakotta Armee. Wir hatten wieder eine Tour gebucht und so ging es morgens um 8.30 mit dem Minibus los. Unsere Reiseführerin war eine witzige kleine Chinesin, die betonte, dass sie Single sei. Sie hat uns während der Fahrt gut unterhalten, indem sie uns, gemeinsam mit dem Fahrer, chinesische Lieder vorsang. Bei der Terrakotta-Armee waren mal wieder richtig viele Leute unterwegs und wir empfanden das alle als nervig. Man konnte sich nichts in Ruhe anschauen, sondern wurde immer von der Masse weitergeschoben. Wir haben uns also die Krieger angeschaut, aber wir hatten uns mehr davon erwartet. Anschließend ging es zum Mittagessen und dann in eine Seidenfabrik in der wir uns wie auf einer Kaffeefahrt fühlten, bei der sie einem irgendwelche nutzlosen Sachen anbieten. Nachmittags fuhren wir wieder zurück nach Xi’an und dort haben wir uns noch die Fontänenshow vor der großen Pagode angesehen. Von da aus haben wir dann ein Taxi zur Juhe genommen und haben uns dann auf den Weg ins moslemische Viertel gemacht. Da waren überall Essens- und Souvenirstände und vor lauter Menschen konnte man sich nicht mehr bewegen. Das war mir irgendwann zu viel und ich hab Carla bei der Hand genommen und hab mich mit ihr aus der Menge gekämpft. Wir sind dann in die Juhe und haben dort im Cafe ein Bier bestellt. Später kamen dann noch die Leute von der Terrakotta Tour dazu. Wir waren mal wieder ziemlich lang wach und haben uns noch super mit den Leuten auf der Dachterrasse unterhalten. Viel Schlaf gab’s auch in dieser Nacht nicht.
Heute Morgen hieß es dann um 5 Uhr aufsehen und auf den Flughafen gehen. Dort hatte ich noch kurz Zeit einen Kaffee zu trinken und noch eine Kleinigkeit zu essen. Dann musste ich mich leider von den anderen wieder verabschieden und in mein Flugzeug einsteigen. Dort hab ich dann auch erst mal noch etwas geschlafen, bevor mein Sitznachbar mit mir ein Gespräch angefangen hat. Es hat sich herausgestellt, dass er Zahnarzt in einer Zahnklinik hier in Xiamen ist. Er hat mir seine Karte gegeben und mich eingeladen, doch mal bei ihm zuhause vorbeizukommen um seine Frau und seine Tochter kennen zu lernen. Er hat mich dann auch vom Flughafen mitgenommen und mich zuhause abgesetzt, so musste ich mir nicht noch ein Taxi suchen.
Hier hab ich mich dann erst noch mal ne Runde schlafen gelegt, meine Wäsche gewaschen und geduscht. Nach dieser Woche fühle ich mich jetzt gerade ziemlich müde und erschöpft, aber zufrieden. Meine Muskeln müssen sich nach all dem laufen nun auch erst mal wieder entspannen. Meine Lunge muss sich auch erst mal von der schlechten Luft in Beijing und Xi’an erholen. Die fühlt sich an, als hätte ich jeden Tag 2 Schachteln Zigaretten geraucht.

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